Die Moneyline ist die Wette auf den Sieger des Spiels, meist mit zwei Ausgängen und ohne Unentschieden. Im Tennis ist sie der Standard, im Basketball eine der häufigsten Wetten. Deutschsprachige Buchmacher nennen sie oft schlicht Sieger-Wette; „Moneyline“ ist der international übliche Begriff. Einen dritten Ausgang für das Unentschieden wie beim 1X2 gibt es nicht.
Was ist die Moneyline?
Die Moneyline ist die Wette darauf, wer das Spiel gewinnt, meist mit zwei Ausgängen. Anders als beim 1X2 gibt es in der Regel keinen dritten Ausgang für das Unentschieden.
Im Tennis ist sie der Standard, weil das Spielformat kein Unentschieden zulässt. Im Basketball gehört sie zu den häufigsten Ergebnismärkten.
Bei deutschsprachigen Buchmachern heißt der Markt oft einfach „Sieger“. Der englische Begriff taucht dort seltener auf, die Mechanik ist dieselbe.
Moneyline und 1X2 im Vergleich
Der Unterschied liegt in der Zahl der Ausgänge und darin, ob ein Unentschieden vorkommt.
| 1X2 | Moneyline | |
|---|---|---|
| Typische Ausgänge | 3 | 2 |
| Unentschieden | Möglich | Meist nicht vorgesehen |
| Fußball | Sehr verbreitet | Variabel |
| Tennis | Für das Endergebnis ungeeignet | Standard |
| Basketball | Variabel | Sehr verbreitet |
| Verlängerung | Je nach Markt | Je nach Regeln |
Die Regeln zur Verlängerung sind nicht einheitlich. Sie hängen von Sportart und Anbieter ab, bei der Moneyline wie beim 1X2. Lies vor der Wette die Regeln des Marktes, statt etwas anzunehmen.
Beispiel: eine Moneyline im Tennis
Im Tennis gibt es zwei Spieler und zwei mögliche Ausgänge, die Moneyline passt also direkt.
| Selektion | Quote |
|---|---|
| Spieler A | 1,65 |
| Spieler B | 2,30 |
Angenommen, du setzt 15 € auf Spieler A. Gewinnt er, bekommst du 24,75 € zurück (15 € × 1,65), das sind 9,75 € Nettogewinn. Gewinnt Spieler B, sind die 15 € weg. Einen Zwischenausgang gibt es auf diesem Zwei-Wege-Markt nicht. Beim 1X2 bricht das Unentschieden diese Alles-oder-nichts-Logik auf.
Die Rechnung bleibt gleich, egal wer Favorit ist. Nur die Quote ändert sich, und mit ihr der mögliche Gewinn.
Wie bei jedem Markt lassen sich beide Quoten in implizite Wahrscheinlichkeiten umrechnen. Wie das geht, steht auf der Seite zur impliziten Wahrscheinlichkeit.
Grenzfälle: Aufgabe im Tennis und Verlängerung im Basketball
Aufgaben und Spielabbrüche kommen auf einem Zwei-Wege-Markt oft genug vor, dass Anbieter eigene Abrechnungsregeln dafür festlegen.
Im Tennis ist die Aufgabe eines Spielers der häufigste Grenzfall. Gibt jemand vor Spielende auf, stornieren die meisten Anbieter die Wetten und erstatten den Einsatz, solange nur wenige Spiele oder Sätze gespielt wurden. Ab einer Schwelle des Anbieters, oft nach einem vollständigen Satz, kann die Wette stattdessen auf dem erreichten Stand abgerechnet werden. Der Gegner des aufgebenden Spielers gilt dann als Sieger. Die Regeln unterscheiden sich spürbar von Anbieter zu Anbieter, schau sie vorher nach.
Im Basketball zählt die Verlängerung in der Regel mit. Im Fußball bezieht sich ein Ergebnismarkt meist nur auf die reguläre Spielzeit. Der Grund ist einfach: Ein Basketballspiel endet nie unentschieden. Die Moneyline folgt deshalb dem Endergebnis samt Verlängerung, sofern der Anbieter nichts anderes angibt. Bricht ein Spiel aus einem Grund ab, der nichts mit dem Sport zu tun hat (Sicherheitsvorfall, technisches Problem), gilt meist dieselbe Logik wie bei der Aufgabe im Tennis. Der Einsatz kommt zurück, wenn die Schwelle des Anbieters nicht erreicht ist.
Marge und implizite Wahrscheinlichkeit bei der Moneyline
Die Moneyline liest du mit denselben Werkzeugen wie einen 1X2- oder Handicap-Markt, denn jede Quote enthält eine Marge. Im Beispiel entsprechen die Quoten 1,65 und 2,30 impliziten Wahrscheinlichkeiten von 60,6 % und 43,5 %. Zusammen sind das 104,1 %. Die 4,1 Punkte über 100 sind die Marge des Buchmachers. Wie man sie allgemein berechnet, steht auf der Seite zur Buchmacher-Marge. Sie ist der Mechanismus selbst, kein Hinweis auf einen auffälligen Preis.
Bei zwei Ausgängen ist die Marge schnell zu sehen: zwei Kehrwerte, eine Summe, fertig. Für die Erklärung der Marge ist die Moneyline in meinen Augen der Einstieg.
Wie OddScore den Moneyline-Markt nutzt
OddScore verfolgt die Moneyline-Preise von mehreren Buchmachern bei Tennis, Basketball und American Football (NFL), rechnet die Marge heraus und vergleicht ihre Entwicklung über die Zeit.
Das Ziel ist keine Vorhersage des Spielausgangs, sondern ein klarerer Blick darauf, wie der Markt die beiden Ausgänge bewertet und wie sich das bis zum Spielbeginn verändert. Einsatzempfehlungen gibt OddScore nicht.
Wie OddScore Quotenbewegungen analysiert →
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Was ist die Moneyline?
Die Moneyline ist die Wette auf den Sieger eines Spiels, meist mit zwei Ausgängen. Im Tennis ist sie der Standard, weil es dort kein Unentschieden gibt. Im Basketball gehört sie zu den häufigsten Märkten.
Gibt es bei der Moneyline ein Unentschieden?
In der Regel nicht. Die Moneyline passt zu Sportarten, in denen am Ende immer ein Sieger feststeht. Ist ein Unentschieden möglich, etwa im Fußball, heißt der Markt mit drei Ausgängen 1X2.
Was ist der Unterschied zwischen Moneyline und 1X2?
Der 1X2 hat drei Ausgänge, darunter das Unentschieden. Die Moneyline hat meist zwei. Im Fußball heißt der Siegermarkt eher 1X2 und hat drei Ausgänge: Das Unentschieden bekommt dort einen eigenen Platz.
Wie heißt die Moneyline bei deutschsprachigen Buchmachern?
Oft einfach „Sieger“-Wette, ohne den englischen Begriff. „Moneyline“ ist der international gebräuchliche Name und taucht vor allem bei Anbietern mit US-Ausrichtung auf.
Zählt die Verlängerung bei einer Moneyline?
Das hängt von Sportart und Anbieter ab. Manche Märkte zählen das Ergebnis nach Verlängerung mit, wenn ein Unentschieden in der Sportart nicht möglich ist. Andere gelten nur für die reguläre Spielzeit. Lies immer die Regeln des Marktes.
Verfolgt OddScore den Moneyline-Markt?
Ja, bei Tennis, Basketball und American Football (NFL). OddScore verfolgt die Preise mehrerer Buchmacher auf diesem Markt, rechnet die Marge heraus und vergleicht, wie sich die Quoten über die Zeit entwickeln.
Quellen & Methodik
Diese Seite stützt sich auf das übliche Vokabular des Moneyline-Marktes, die Definitionen der GGL (Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder), die Abrechnungsregeln der Betfair Exchange und auf OddScores Beobachtung der Moneyline-Quoten, die mehrere Anbieter im Tennis, im Basketball und im American Football (NFL) anbieten.
- Die Ausgänge des Marktes und die Sportarten beschreiben, in denen er am häufigsten vorkommt, mit einem vollständig abgerechneten Zahlenbeispiel.
- Zeigen, dass die Regeln zur Verlängerung je nach Sportart und Anbieter variieren, den Grenzfall der Aufgabe im Tennis behandeln und den Markt mit Marge und impliziter Wahrscheinlichkeit verbinden.
- GGL: Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder
- Check dein Spiel (BIÖG): Hilfe und Beratung
- Betfair: Exchange, allgemeine Regelnsupport.betfair.com