Die Doppelte Chance hat drei Selektionen: 1X, 12 und X2. Jede deckt zwei der drei Ausgänge des 1X2 ab. 1X gewinnt bei Heimsieg oder Unentschieden. 12 gewinnt, wenn irgendeine Mannschaft gewinnt. X2 gewinnt bei Unentschieden oder Auswärtssieg. Weil mehr Ausgänge drin sind, ist die Quote niedriger als beim passenden 1X2.
Was heißen 1X, 12 und X2?
Drei Selektionen, jede deckt zwei der drei 1X2-Ausgänge ab. Mehr steckt in der Doppelten Chance nicht.
1X = Heimsieg oder Unentschieden
12 = Heimsieg oder Auswärtssieg
X2 = Unentschieden oder Auswärtssieg
Jede Selektion streicht also genau einen Ausgang. Bei 1X ist es der Auswärtssieg. Bei 12 das Unentschieden. Bei X2 der Heimsieg. Egal, wofür du dich entscheidest: Einer der drei Ausgänge bleibt immer offen.
So wird abgerechnet
Deine Selektion gewinnt, sobald einer ihrer zwei Ausgänge eintritt. Verloren ist sie nur im dritten Fall.
| Ergebnis | 1X | 12 | X2 |
|---|---|---|---|
| Heimsieg | Gewonnen | Gewonnen | Verloren |
| Unentschieden | Gewonnen | Verloren | Gewonnen |
| Auswärtssieg | Verloren | Gewonnen | Gewonnen |
Schau dir die Tabelle einmal schräg an. Zuerst fällt auf, dass das „Verloren“ eine saubere Diagonale bildet, von oben rechts nach unten links. In jeder Zeile steht es genau einmal. Jedes Endergebnis lässt also zwei Selektionen gewinnen und eine verlieren, nie alle drei gewinnen.
Warum ist die Quote niedriger?
Die niedrigere Quote heißt nicht, dass die Wette sicherer ist. Sie ist niedriger, weil die Selektion zwei Ergebnisse abdeckt. Damit hat sie eine höhere kumulierte implizite Wahrscheinlichkeit als ein einzelner 1X2-Ausgang.
Zwei von drei Ausgängen treten öfter ein als nur einer. Das ist reine Mechanik. Der Markt preist das ein, und zwar bei jeder Selektion gleich: Je wahrscheinlicher sie ist, desto niedriger ihre Quote. Ob Heimsieg, Auswärtssieg oder Doppelte Chance, spielt dafür keine Rolle. Wie Quote und Wahrscheinlichkeit genau zusammenhängen, steht auf der Seite zur impliziten Wahrscheinlichkeit.
Doppelte Chance oder Draw No Bet?
Beide Märkte gehen mit dem Unentschieden um, aber jeder auf seine Art. Gleichwertig sind sie nicht.
Die Doppelte Chance packt zwei von drei Ausgängen in eine Selektion. Draw No Bet setzt auf einen einzigen Ausgang. Endet das Spiel unentschieden, ist dein Schein dort nicht verloren, du bekommst den Einsatz zurück. Beide Märkte nebeneinander, mit gemeinsamer Abrechnungstabelle, findest du auf der Seite zu Draw No Bet.
Ein Beispiel, komplett durchgerechnet
Quote 1,25 auf 1X, Einsatz 20 €. Nimm irgendein Bundesliga-Spiel, es ist ein fiktives Beispiel.
| Ergebnis | 1X | Auszahlung |
|---|---|---|
| Heimsieg | Gewonnen | 25,00 € |
| Unentschieden | Gewonnen | 25,00 € |
| Auswärtssieg | Verloren | 0,00 € |
Heimsieg oder Unentschieden bringen dir jeweils 25,00 € (20 € × 1,25). Das sind 5,00 € Nettogewinn. Der Betrag ist in beiden Fällen gleich, weil eine einzige Quote beide Ergebnisse abdeckt. Welches davon eintritt, ändert an der Auszahlung nichts. Bei einem Auswärtssieg sind die 20 € komplett weg.
Zum Vergleich setzt du dieselben 20 € auf die „1“ im 1X2, zu einer höheren Quote von 2,10. Bei einem Heimsieg kommt mehr zurück. Ein Unentschieden ist dann aber gar nicht abgedeckt. Und bei einem Auswärtssieg verlierst du genauso.
Grenzfälle: Verlängerung und Spielabbruch
Meist zählt nur die reguläre Spielzeit samt Nachspielzeit. Verlängerung und Elfmeterschießen bleiben in der Regel draußen, solange der Anbieter nichts anderes sagt. Das ist wie beim 1X2-Markt, aus dem die Doppelte Chance stammt.
Wird ein Spiel abgebrochen und nicht am selben Tag zu Ende gespielt, werden in der Regel alle drei Selektionen storniert. Du bekommst deinen Einsatz zurück. Der Spielstand beim Abbruch zählt dabei nicht, und welche Selektion du hattest, auch nicht. Das ist einfacher als bei Draw No Bet. Dort ist die Erstattung beim Unentschieden fest in den Markt eingebaut. Hier hängt sie nur am Abbruch selbst, nicht an einem bestimmten Ergebnis. Alle drei Selektionen werden gleich behandelt. Ich halte genau das für den Vorteil dieser Regel: Du musst dir keine Ausnahme merken, weil der Abbruch alle drei gleich trifft.
Die Marge bei der Doppelten Chance
Auch in den drei Quoten der Doppelten Chance steckt eine Buchmacher-Marge. Genau wie in den 1X2-Quoten, aus denen sie abgeleitet sind. Wie diese Marge funktioniert, mit Umrechnung in implizite Wahrscheinlichkeit und Overround, ist bei jedem Quotenmarkt gleich. Das erklärt die Seite zur Buchmacher-Marge ausführlich, deshalb sparen wir es uns hier. Fasst du zwei Ausgänge zu einer Selektion zusammen, verschwindet die Marge nicht. Sie verteilt sich nur anders auf die drei ursprünglichen 1X2-Preise.
Zum Vergleich mit Draw No Bet →
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Zur UmrechnungHäufige Fragen
Was bedeutet 1X bei der Doppelten Chance?
Du gewinnst, wenn die Heimmannschaft gewinnt oder das Spiel unentschieden endet. Holt sich das Auswärtsteam den Sieg, ist die Wette verloren.
Was bedeutet 12 bei der Doppelten Chance?
Du gewinnst, sobald eine der beiden Mannschaften gewinnt. Welche, ist egal. Nur ein Unentschieden lässt die Wette verlieren.
Was bedeutet X2 bei der Doppelten Chance?
Du gewinnst bei einem Unentschieden oder einem Auswärtssieg. Gewinnt die Heimmannschaft, ist die Wette verloren.
Warum ist die Quote einer Doppelten Chance niedriger als beim 1X2?
Die Selektion deckt zwei von drei Ausgängen ab. Ihre kumulierte implizite Wahrscheinlichkeit ist also höher als die eines einzelnen 1X2-Ausgangs. Und je wahrscheinlicher ein Ausgang, desto niedriger die Quote.
Ist die Doppelte Chance weniger riskant als der 1X2?
Nein. Die niedrigere Quote zeigt nur eine höhere kumulierte implizite Wahrscheinlichkeit. Eine Garantie ist das nie. Jeder Markt hat sein eigenes Risiko, egal wie viele Ausgänge er abdeckt.
Was ist der Unterschied zwischen Doppelter Chance und Draw No Bet?
Die Doppelte Chance deckt zwei der drei 1X2-Ausgänge ab. Draw No Bet deckt nur einen ab und gibt dir bei Unentschieden den Einsatz zurück. Den ausführlichen Vergleich findest du auf der Seite zu Draw No Bet.
Quellen & Methodik
Diese Seite stützt sich auf das übliche Vokabular des Marktes Doppelte Chance, auf die allgemeinen Abrechnungsregeln eines lizenzierten Anbieters (Betfair) und auf die Angaben der GGL. Hilfe bei Problemen mit dem Spielen bietet Check dein Spiel.
- Die drei Selektionen und ihre Abrechnung beschreiben und an einem vollständig abgerechneten Zahlenbeispiel zeigen.
- Die niedrigere Quote mit der kumulierten impliziten Wahrscheinlichkeit erklären, Grenzfälle wie Verlängerung und Spielabbruch klären und den Bezug zur Buchmacher-Marge herstellen.
- GGL, Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder
- Check dein Spiel (BIÖG), Hilfe bei Glücksspielproblemen
- Betfair, allgemeine Exchange-Regelnsupport.betfair.com